De-Implementierung - Mut zum Weglassen!

In der vergangenen Woche kamen 20 Schulleitungen zusammen, um sich einer Frage zu widmen, die im Schulalltag oft zu kurz kommt:
Was können wir bewusst beenden?
Der Ausgangspunkt war vielen vertraut: Volle To-do-Listen, stetig neue bildungspolitische Programme, gesellschaftliche Herausforderungen - in Schulen sind zeitliche Ressourcen knapp. Zeit wird nicht mehr, Energie auch nicht. Und doch wächst das Aufgabenfeld weiter.
Genau hier setzt das Konzept der De-Implementation an.
Nicht mit der Frage, wie Stress besser bewältigt werden kann, sondern wie er gar nicht erst entsteht. Durch das gezielte Beenden von Maßnahmen mit geringer oder fehlender Wirkung entsteht Raum für wirksame Schul- und Unterrichtsentwicklung.
In der Weiterbildung wurden bestehende Maßnahmen systematisch analysiert:
• Was zeigt keine Wirkung oder verursacht sogar unerwünschte Effekte?
• Wo gibt es einfachere, kostengünstigere oder ressourcenschonendere Alternativen?
• Was ist schlicht nicht mehr notwendig?
Besonders intensiv diskutiert wurde die psychologische Seite organisationaler Entscheidungen. Warum fällt es so schwer, sich von Bestehendem zu trennen?
Unsere Dozentin zeigte anhand praktischer Beispiele aus ihrer eigenen Schule, wie der Prozess verlaufen kann.
Die Resonanz hat deutlich gemacht, wie groß der Bedarf an struktureller Entlastung ist. Deshalb bieten wir den nächsten Durchgang des Kurses im Mai 2026 an. Mehr dazu gibt es unter:




