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Digital Learn­ing Leadership (DLL)

Modulinhalte

Digitalisierung von Schule und Unterricht: Die Rolle der Schulleitung im Transferprozess

Welche Bedeutung hat das Arbeitsfeld „Bildung in der digitalen Welt“ für die Schul- und Unterrichtsentwicklung und welche Kompetenzen sollten pädagogische Führungskräfte in ihren Rollen, Funktionen und Aufgaben erwerben, damit sie den Herausforderungen, die mit der Digitalisierung des Systems Schule einhergehen, begegnen können?

Das erste Modul wird, ausgehend von den in Kollegien, Elternschaft und Gesellschaft verbreiteten Haltungen, die sich zwischen Skepsis und Euphorie bewegen, die zentralen Aspekte digitaler Schul- und Unterrichtsentwicklung adressieren. Darüber hinaus werden die Entwicklungsvorhaben der Landesregierung NRW (siehe Positionspapier vom Dezember 2016) und die daraus resultierenden Aufgabenprofile für Schulleitungen vorgestellt und in praktische Szenarien übertragen. Zu klären ist, was die Digitalisierung von Schule für die Rolle von Führungskräften, auch im Zusammenspiel mit ihrem Schulträger, bedeutet. Aspekte der Organisations- und Unterrichtsentwicklung in der Schule im Rahmen der Initiativen des Landes NRW sind ebenso zu klären, wie die vorhandenen Unterstützungsangebote in der Bildungsregion. Hinzu kommt die Erläuterung des Studienrahmens (Lerntagebuch, Prüfungsordnung, Vorstellung der Module, Vorstellung der Lehrenden, Prüfungsformalia).

Das Medienkonzept als integraler Baustein des Schulentwicklungsprozesses

Wie lassen sich technische Ausstattung, Apps, Lernprogramme und Softwarepakete in didaktische Konzepte integrieren und vor dem Hintergrund der didaktischen Dimensionen reflektieren und evaluieren?

Im zweiten Modul werden digitale Instrumente für Schulen vorgestellt und angewendet, die nachweislich neue Möglichkeiten für das Unterrichten und Lernen in folgenden Bereichen bedeuten: Selbststeuerung, Selbstbestimmung, Feedback, Peer Learning, individualisierte Rückmeldungen über Lernerfolge und die Förderung der kollegialen Zusammenarbeit in professionellen Lerngemeinschaften. Digitale Werkzeuge sind geeignet, Unterrichtsentwicklung im Hinblick auf Individualisierung und Umgang mit Heterogenität voranzubringen und sind deshalb feste Bestandteile des Medienkonzepts und auch von Bedeutung für den Schulträger. Dazu müssen Schulleitungen in die Lage versetzt werden, die Potentiale digitaler Lernumgebungen vor dem Hintergrund des Ziels individueller Förderung von Schülerinnen und Schülern auszurichten. In diesem Zusammenhang sollen exemplarisch Bausteine und Leitlinien schulischer Medienkonzepte auf der Basis verbindlicher Kompetenzrahmen (vgl. Medienpass NRW) erarbeitet werden, die pädagogische und technische Aspekte so miteinander verknüpfen, dass die TN z. B. dazu befähigt werden, z. B. sog. Pflichtenhefte für kommerzielle Anbieter in Zusammenarbeit mit dem Schulträger zu erstellen.

Der Ein­satz von Kommunikationsplattformen und Lernmanagementsystemen in der Schule [2 Tage]

Wie kann ich digitale Werkzeuge und Plattformen in die Qualifizierung so integrieren, dass Kommunikation, Kooperation und Partizipation nachhaltig und verbindlich digital unterstützt und qualitativ weiterentwickelt werden können?

Wie plane und realisiere ich kompetenzorientierte Unterrichtsarbeit mit Hilfe von zeitgemäßen Lernmanagementsystemen, und wie kann ich deren didaktisch–methodische Potenziale erkennen und reflektieren?

In diesem Modul wird zunächst der Umgang mit digitalen Kollaborationstools in den Fokus rücken. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden Konzepte kennenlernen, selbst entwickeln und reflektieren, mit denen partizipative Führung und kollaborative Kooperationen in professionellen Teams, Arbeitsgruppen, Seminargruppen etc. durch digitale Kommunikation unterstützt werden können. Dabei wird es auch um die Wissensorganisation auf Schulservern gehen, aber vor allem um die Gestaltung interaktiver und partizipativer Kommunikations- und Diskussionsprozesse auf digitalen Plattformen. Dies soll beispielhaft die Veränderungen der Kommunikation in der Schule erläutern. Lernmanagementsysteme sind geeignete Plattformen, um Selbststeuerung, Selbstbestimmung, Feedback, Peer Learning und individualisierte Rückmeldungen über Kompetenzerwerb systematisch aufzubauen. Damit leisten Lernmanagementsysteme wichtige Beiträge für das Lernen in der Schule. Führungskräfte sollen in die Lage versetzt werden, die zentralen Funktionen und die Potenziale, die Lernmanagementsysteme im Allgemeinen bieten sollten, vor dem Hintergrund der pädagogischen Ziele ihrer Schule auszuschöpfen. In diesem Zusammenhang sollen existierende Lösungen vorgestellt, evaluiert und reflektiert werden, so dass die Teilnehmer/Innen Ausstattungsentscheidungen auf Software bezogen kompetent im Dialog mit Kollegien und Schulträgern führen und auch Gestaltungsimpulse geben können.

Di­gi­ta­li­sie­rung von Bildungslandschaften - Unterrichtsentwicklung mit di­gi­ta­len Medien in regionalen Bildungsnetzwerken [2 Tage]

Wie kann durch die systematische Kooperation aller Bildungsakteure vor Ort (in der Kommune / in der Region) das Potenzial digitaler Medien für die Schul- und Unterrichtsentwicklung genutzt werden, um die Bildungsbiografien von Kindern und Jugendlichen erfolgreich zu gestalten?

Die Veränderungspotentiale, die sich für die Unterrichtskultur durch die Digitalisierung ergeben, sind enorm. Empirische Studien belegen, dass Changemanagement-Prozesse dort den größten Effekt haben, wo alle Partner im Bildungswesen in kommunalen bzw. regionalen Netzwerken kooperieren und Schulentwicklung als regionale Aufgabe verstanden haben. Anlässlich der finanziellen und pädagogischen Herausforderungen scheint dies auch im Bereich der Digitalisierung unerlässlich. In diesem Modul werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Digitalisierung als regionales bzw. kommunales Bildungsprojekt entwickeln. Projektpläne mit Zielen, Verantwortlichkeiten, Ressourcen werden beispielhaft erstellt und ausgewertet.

Datengeschützte Schul- und Unterrichtsentwicklung mit Hilfe digitaler Instrumente [2 Tage]

Welche digitalen Instrumente helfen mir dabei, Befragungen adressatengerecht durchzuführen? Wie kann ich über die Erhebung von Daten Erkenntnisse über den Erfolg von Maßnahmen der Schul- und Unterrichtsentwicklung gewinnen und die Ergebnisse nutzen, um meine Schule zielgerichtet weiterzuentwickeln?

Die Umsetzung digitaler Konzepte in Schule und Unterricht muss von Beginn an systematisch evaluiert und begleitet werden. Dazu muss sich jede Schule als lernende Institution begreifen, die ihre Maßnahmen auch auf der Basis valider und reliabler Datenerhebung vornimmt. Feedbackkultur, Evaluationsroutinen etc. müssen in selbstständigen Organisationen zum täglichen Handwerk gehören. In diesem Modul werden den Teilnehmenden digitale Feedback- und Evaluationsinstrumente vorgestellt, die für Richtungsentscheidungen und Führungshandeln wichtige Daten liefern können. Außer dem von den Unfallkassen zur Verfügung gestellten Instrument IQES werden weitere Instrumente vorgestellt, vor allem solche aus dem Werkzeugkasten von QUA-LiS und dem IFS. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen Evaluationsschemata entwickeln, die geeignet sind, die Schul- und Unterrichtsentwicklung mit digitalen Medien evaluierend zu begleiten und Möglichkeiten zur nachhaltigen Steuerung zu geben.

Abschluss und Prüfung [1,5 Tage]

Der Zertifikatskurs schließt mit einer Universitätsprüfung ab. Diese besteht aus einer schriftlichen Abschlussprüfung, die sich auf die Gestaltung digitaler Lern- und/oder Kommunikationsarrangements bezieht und die neuen Rollen und Chancen pädagogischer Führungskräfte im Kontext des DLL reflektiert. Die Arbeit sollte Beispiele eigener Arbeit und eventuell weitere Dokumente enthalten. Am letzten Tag des Kurses werden die Ergebnisse im Zusammenhang gesichtet und Vorschläge zur Weiterentwicklung des Kurses erarbeitet sowie die Zertifikate vergeben.

Die Weiterbildung wird in Trägerschaft des Vereins „Wissenschaftliche Weiterbildung an der TU Dortmund e.V.“ durchgeführt.

Kalender

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Anfahrt & Lageplan

Aus Richtung Westen: B 1, Abfahrt Dortmund-Mitte (WDR/ZVS), danach zweimal rechts auf die Wittekindstraße. An der Ampel weiter geradeaus. Erste Straße rechts (Querstraße), die auf die Hohe Straße führt. Rechts abbiegen. Hinter der nächsten Ampel an der U-Bahn-Haltestelle vorbei, danach rechts zum Zentrum für Hochschulbildung (Ausschilderung) abbiegen.

Vorsicht: Nicht in die Unterführung einfahren!

 

Aus Richtung Osten: B 1, Abfahrt Ruhrallee (B 54) Richtung Dortmund-Mitte/Lünen bis zur nächsten Ampel. Dort links abbiegen in die Markgrafenstraße. Die Markgrafenstraße immer geradeaus bis zur Ampel Hohe Straße. Dort links abbiegen und hinter der U-Bahn-Station rechts zum Zentrum für Hochschulbildung (Ausschilderung) abbiegen.

Vorsicht: Nicht in die Unterführung einfahren

Das Zentrum für HochschulBildung kann über die Haltestellen „Polizeipräsidium" und „Westfalenhallen" erreicht werden. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der U-Bahn zum Zentrum für HochschulBildung.